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TDU-Forscher veröffentlicht Studie in Nature: Bildungsmobilität fördert Innovation

29.07.2026

Eine neue Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Guido Neidhöfer von der Türkisch-Deutschen Universität (TDU) ist in Nature, einer der weltweit renommiertesten wissenschaftlichen Fachzeitschriften, erschienen. Die Forschung liefert überzeugende Belege dafür, dass mehr Chancengleichheit im Bildungswesen Gesellschaften nicht nur gerechter macht, sondern auch ihre Innovationskraft stärkt und langfristiges Wirtschaftswachstum fördert.

Die Studie von Guido Neidhöfer (Türkisch-Deutsche Universität und ZEW Mannheim), gemeinsam mit Sarah McNamara (ZEW Mannheim) und Patrick Lehnert (Universität Zürich), zeigt, dass europäische Regionen, in denen der Bildungserfolg weniger stark von der sozialen Herkunft abhängt, in den darauffolgenden Jahren deutlich innovativer werden.

Die Ergebnisse basieren auf einem neu entwickelten Datensatz, der 225 europäische Regionen über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten umfasst. Durch die Verknüpfung harmonisierter Umfragedaten mit Patentdaten des Europäischen Patentamts liefert die Studie erstmals auf breiter empirischer Grundlage den Nachweis, dass mehr Chancengleichheit im Bildungswesen unmittelbar zu technologischem Fortschritt und wirtschaftlicher Dynamik beiträgt.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass nicht nur das durchschnittliche Bildungsniveau entscheidend ist, sondern vor allem, wie gerecht Bildungschancen verteilt sind. Wenn Menschen unabhängig von ihrer familiären Herkunft Zugang zu hochwertiger Bildung haben, werden Talente besser genutzt und leisten einen wesentlichen Beitrag zu gesellschaftlichem und technologischem Fortschritt. Entgegen der häufig vertretenen Annahme eines Zielkonflikts zwischen Gerechtigkeit und Effizienz zeigen unsere Ergebnisse, dass mehr Chancengleichheit zugleich Innovation und gesamtwirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken kann“, erklärt Guido Neidhöfer, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Türkisch-Deutschen Universität und Senior Researcher am ZEW Mannheim.

„Wir gratulieren unserem Mitarbeiter Guido Neidhöfer herzlich zu diesem herausragenden wissenschaftlichen Erfolg, der die Türkisch-Deutsche Universität nicht nur als exzellente Lehreinrichtung, sondern auch als forschungsstarke Universität weiter bestätigt“, sagt Prof. Dr. Cemal Yıldız, Rektor der Türkisch-Deutschen Universität. „Die Ergebnisse unterstreichen zugleich die wichtige Rolle leistungsfähiger öffentlicher Universitäten, die Studierenden unabhängig von ihrer sozialen Herkunft eine hochwertige Ausbildung ermöglichen. Die Türkisch-Deutsche Universität ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Exzellenz und Chancengleichheit im Bildungswesen Hand in Hand gehen können.“ Prof. Dr. Ferit Küçükay, Gesamtkoordinator des Konsortiums der Türkisch-Deutschen Universität, hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Herr Neidhöfers Leistungen zeigen eindrücklich, dass gerade unsere binationale Ausrichtung in der deutsch-türkischen Partnerschaft nachhaltige wissenschaftliche Exzellenz fördert und die internationale Sichtbarkeit der Türkisch-Deutschen Universität maßgeblich stärkt.“

Der Artikel „Intergenerational mobility fosters innovation in Europe“ ist in Nature im Open Access erschienen und frei verfügbar: https://doi.org/10.1038/s41586-026-10736-9